RÜCKTRITT VOM SPITZENSPORT

Ein langer Prozess der Entscheidung liegt hinter mir… ich möchte euch hier beschreiben, wie es zu einer Entscheidung kam.

14 intensive und schöne Jahre im Snowboard Wettkampfsport liegen hinter mir. Und Snowboarden macht mir immer noch Spass. Den Winter liebe ich immer noch. Letzte Woche war ich noch auf einer Skitour auf dem Sustenhorn und konnte mich am Schnee freuen. 10 von diesen 14 Jahren war Christian Rufer mein Trainer. Er hat mich vom Europacup erfolgreich an die Weltspitze begleitet. Letzten Februar merkte ich nach vielen Überlegungen, wie es bei mir weitergehen soll, dass mein Erfolgshunger noch nicht gestillt ist, ich aber eine Veränderung brauche. Die Routine hatte Überhand genommen und mein Trainer konnte mir die nötigen neuen Inputs nicht mehr bringen. Die Zeit mit meinem Trainer ist ausgereizt und nicht mehr erfolgsorientiert. Um im Sport erfolgreich zu sein, muss alles stimmen.

Seit ende Februar habe ich nun nach einer Optimierung gesucht. Ein Freund und ehemaliger Weltcupfahrer wollte ich als Privattrainer engagieren. Er wäre bereit gewesen, mich bis Sotschi 2014 als Trainer zu unterstützen und mir den nötigen “Feinschliff” zu verpassen. Ich suchte nach Sponsoren, die mir einen Privattrainer finanziert hätten. Leider erhielt ich nur Absagen, was nun zur Folge hat, dass ich ihn nicht anstellen kann. Zurück ins Nationalteam will ich nicht, weil ich dort wieder im “alten Trott” landen würde. Ich habe mir lange den Kopf über weitere Möglichkeiten zerbrochen, denn ich hätte von Herzen gerne zwei weitere Saisons angehängt. Doch ich sehe sonst nirgends eine Optimierung. Für mich wären klar Medaillengewinne an der WM in der nächsten Saison und an den olympischen Spielen in Sotschi 2014 die Ziele gewesen. Da braucht es eine optimale Vorbereitung und ein gutes Umfeld. Da ich meine Vorstellungen leider nicht in die Realität umsetzen kann, gebe ich mit Wehmut den Rücktritt vom Spitzensport. Gerne hätte ich mein Potential noch weiter ausgeschöpft.

Aber ich konnte meinen Teenagertraum, Snowboardprofi zu werden, verwirklichen und schaue auf eine sehr erfüllte Zeit zurück.

Es wartet nun ein neuer Lebensabschnitt auf mich, auf den ich mich freue. Aber zuerst muss ich das Vergangene noch etwas verdauen. Altes vergeht Neues kommt…

Diese Website bleibt bestehen. Ihr könnt also meine weiteren Aktivitäten hier und nicht auf Facebook verfolgen (ich bin kein Facebookfan ;-))